Einloggen nicht vergessen oder Gratistest nutzen!

Sie können nur als eingeloggter User auf die Inhalte des Wissenspools zugreifen. Bitte loggen Sie sich deshalb mit Ihren Zugangsdaten ein oder bestellen Sie die VersicherungsPraxis24 über unser Registrierungsformular - selbstverständlich mit der Möglichkeit zum 4-Wochen-Gratistest!

12. KW: Neue Chancen auch im Alter

Laut einer aktuellen Generationenstudie hat sich das Selbstbild der über 65-Jährigen im Vergleich zu früheren Generationen deutlich gewandelt. Die aktive Teilhabe am Leben ist selbstverständlich. Auch mit dem materiellen Rahmen sind die meisten zufrieden.

In früheren Generationen war man mit 65 Jahren bzw. dem Rentenbeginn nach eigener Einschätzung und aus Sicht der Gesellschaft alt und es war nicht ungewöhnlich, dass man zu diesem Zeitpunkt schon in ein - wie es damals hieß - Altersheim zog und sich total versorgen ließ. Die Mehrzahl derjenigen, die heute in diesem Alter sind, würde bei einem derartigen Ansinnen wohl schreiend davon laufen. Wie die vor kurzem veröffentlichte " Generali Altersstudie 2017 " zeigt, finden 36 %, dass frei nach Hermann Hesse "jede Lebensstufe blüht" und auch das Alter neue Chancen bietet. 37 % sehen allerdings vor allem Beschwerden und Mühen. Grundlage der Studie ist eine persönlich-mündliche Befragung von 4.100 Bundesbürgern im Alter zwischen 65 und 85 Jahren durch das Institut für Demoskopie Allensbach.

Positive Bilanz

Mit ihrem bisherigen Leben ist eine deutliche Mehrheit von 70 % aber zufrieden, 15 % sind sogar sehr zufrieden. Lediglich 1 % gab an, gar nicht zufrieden zu sein. Auf einer Skala von null (gar nicht zufrieden) bis zehn (völlig zufrieden) lag der Durchschnittswert für die Beurteilung der aktuellen Situation bei 7,2, wobei 53 % Werte von acht bis zehn angaben. Alter scheint ohnehin ein relativer Wert zu sein, denn rund die Hälfte fühlt sich um 7,5 Jahre jünger als es dem eigenen kalendarischen Alter entspricht.

Dies drückt sich auch in der konkreten Gestaltung des Lebens aus. Den meisten Befragten scheint das Lebensmotto "Wer rastet, der rostet" bewusst zu sein. 69 % der 65- bis 69-Jährigen und 38 % der 80- bis 85-Jährigen fährt immer noch Auto, im Durchschnitt haben 58 % der Befragten noch ein eigenes Fahrzeug.

40 % der 65- bis 85-Jährigen bewerten ihren Gesundheitszustand als uneingeschränkt positiv - allerdings ist dies auch davon abhängig, zu welcher sozialen Schicht man gehört. Während 52 % aus den höheren sozialen Schichten sich gesund fühlen, ist das nur bei 28 % derjenigen aus den unteren sozialen Schichten der Fall. 11 % mussten bereits die Erfahrung machen, auf Hilfe und Pflege durch andere angewiesen zu sein. Bei den über 80-Jährigen sind es 21 %. Fast ein Viertel der Befragten gaben an, regelmäßig Sport zu treiben, 21 % sind zumindest gelegentlich sportlich aktiv.

Verantwortung übernehmen

Ein Stück weit lassen sich Lebensgefühl und Gesundheitszustand sicher auch dadurch beeinflussen, dass man soziale Kontakte pflegt und sich für andere engagiert. Zwei Drittel der Befragten leben in einer Partnerschaft, 69 % haben einen festen Freundes- und Bekanntenkreis, drei Viertel vertrauen darauf, dass sie sich in einer schwierigen Lage auf ihre Kinder verlassen können. 42 % engagieren sich ehrenamtlich, wobei es dabei erhebliche regionale Unterschiede gibt.

Dem Internet steht rund ein Drittel aufgeschlossen gegenüber, 39 % fühlen sich mit den neuen Technologien allerdings überfordert. Dabei sind 60 % der Internetnutzer Männer, 40 % Frauen. 81 % haben einen hohen sozioökonomischen Status, 23 % einen niedrigen.

Zwei Drittel der 65- bis 85-Jährigen sind mit ihrer finanziellen Situation zufrieden, 10 % bezeichnen sie als sehr gut, 52 % als gut. Bei 6 % ist sie dagegen schlecht oder eher schlecht. Das Haushaltsnettoeinkommen liegt mit durchschnittlich 2.410 EUR um 10 % über dem der letzten Befragung von 2013. Durchschnittlich sind die frei verfügbaren Mittel dabei um 20 % auf 628 EUR gestiegen, wobei die Spanne von 351 EUR bis 1.027 EUR reicht. Allerdings wird die wirtschaftliche Lage der älteren Menschen in Deutschland deutlich negativer eingestuft als die eigene Situation - 48 % gehen davon aus, dass die materielle Situation der meisten Gleichaltrigen eher mäßig ist, 31 % vermuten, dass es den meisten ihrer Altersgenossen schlecht geht.

 Siehe auch 

Thema der Woche - Archiv