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Digitaler Vertrieb jetzt auch für die Altersvorsorge

News-Datum: 24.10.2017
Verfasst von: Elke Pohl
Thema: [keine Angabe]
Referenz: JURION 2017, 368400

Bisher ist man in der Branche davon ausgegangen, dass sich der digitale Vertrieb von Versicherungsprodukten auf einfache, leicht zu vergleichende Produkte wie Kfz, Hausrat, Haftpflicht, Rechtsschutz und Risikoleben beschränkt. Und in der Masse tut er das auch. Doch stoßen neue InsurTechs auf den Markt, die sich vorgenommen haben, auch den Markt für Altersvorsorge zu revolutionieren.

Dabei haben sich Unternehmen wie der Versicherungsvermittler Penseo auf die digitale und weitgehend vollautomatische Abwicklung und Verwaltung in diesem Fall von betrieblicher Altersversorgung (bAV) spezialisiert. Über die Online-Plattform www.penseo.de können nach Aussage des Hamburger Startups "Unternehmen ihre gesamte betriebliche Altersversorgung abwickeln: Neue Verträge für Arbeitnehmer können abgeschlossen und bestehende Verträge verwaltet werden." Dabei vermittelt Penseo ausschließlich Netto-Policen, erhält also keine Abschluss- oder sonstigen Provisionen von den Versicherungsgesellschaften.

Für die Nutzung der Penseo-Plattform zahlen nur die Unternehmen eine monatliche Gebühr. Diese bemisst sich an der Höhe der verwalteten Sparbeträge. "Durch die Reduktion der Sozialversicherungsbeiträge durch die bAV verursachen die Gebühren in der Regel keine zusätzliche finanzielle Belastung", so Penseo selbst. Arbeitgeber ersparen sich zudem aufwendige Vor-Ort-Termine im eigenen Unternehmen, wie sie bei normalen bAV-Verträgen notwendig sind. Die Personalverantwortlichen der Firmen verwalten die komplette bAV über das Penseo-Portal. Dort haben sie stets Überblick über die fälligen Aufgaben und Zugriff auf sämtliche relevanten Informationen zur bAV. Derzeit werden Netto-Tarife von R+V-Tochter Condor sowie von Neue Leben vermittelt, Gespräche mit weiteren Versicherern laufen bereits. Stellungnahmen von Verbraucherschützern zum Angebot liegen noch nicht vor.

Auf dem Gebiet der Altersvorsorge mithilfe von ETFs - börsengehandelte Indexfonds, die die Wertentwicklung eines Indexes wie beispielsweise des DAX abbildet - ist mypension.de aktiv. Der als Versicherungsmakler tätige Anbieter wurde mit dem Ziel gegründet, eine flexible Altersvorsorge mit einer möglichst hohen Rendite zur Verfügung zu stellen. Damit wird eine Lücke bedient, die aktuell immer größer zu werden scheint. Nur eine private Vorsorge kann sie verhindern. Doch die Flexibilität bei der privaten Vorsorge ist oft nicht gegeben. Der Anbieter myPension möchte an dieser Stelle ansetzen. Die Erfahrungen der Nutzer sind bisher gut. So kann der Anbieter mit einer übersichtlichen Plattform punkten und setzt auf eine hohe Rendite. Ein Test über die Ansparphase hinaus ist allerdings bisher noch nicht möglich.

Renditeerwartung von 6 %

Begonnen wird auf der Plattform damit, die Rentenlücke zu berechnen und den Betrag festzulegen, der monatlich bis zum Ende der Laufzeit angespart werden soll. Über ein Kundenkonto hat der Kunde seine Anlage im Blick und kann Änderungen vornehmen. Speziell für die Altersvorsorge bietet das MyPension-LifeCycle-Portfolio ein über die Laufzeit ausgewogenes Verhältnis zwischen Rendite und Sicherheit. Am Anfang der Laufzeit wird in weltweit über 3.000 Aktien investiert. Je näher der Kunde dem Rentenalter kommen, desto mehr wird automatisch in festverzinsliche Anleihen umgeschichtet. Das heißt, er braucht sich nicht um seine Anlage zu kümmern. Die Renditeerwartung des MyPension-LifeCycle-Portfolios ist 6 % pro Jahr - gegenwärtig ein sehr hoher Wert. Der Garantiezins auf klassische Rentenversicherungen beträgt seit 2017 neu abgeschlossene Verträge nur noch 0,90 % pro Jahr. An Kosten werden eine einmalige Gebühr von 149 EUR bei Vertragsschluss, 36 EUR jährliche Kontoführungsgebühr sowie 0,69 % jährliche Verwaltungs- und Fondskosten. Alle Kosten sind transparent auf der Website des Anbieters nachzulesen. Am Ende der Laufzeit kann der Kunde sein Guthaben in eine lebenslange Rente wandeln oder sich das Kapital auszahlen lassen.

Finanzanlagenvermittler mit Kontakt zu Honorarberatern

Als Alternative zur Betriebs- oder Privatrente bietet etwa fairr.de eine staatlich geförderte Riester- bzw. Rürup-Rente komplett online an. Auch fairr.de investiert das Geld der Kunden in Fondssparpläne mithilfe von ETFs. Das Startup agiert nicht als Bank, sondern vermittelt ebenfalls nur, und zwar als Finanzanlagenvermittler. fairr.de kooperiert mit der Hamburger Privatbank Sutor Bank, deren Vermögensberatung die Kundengelder anlegt. Zu allen Produkten gibt es "Gebühren"-Unterseiten, auf denen die Kosten transparent ausgewiesen sind, wie zum Beispiel für das Riester-Produkt. Die Verträge können ebenfalls direkt auf der Webseite abgeschlossen werden. Angebotsrechner und Tools helfen dabei die passende Sparrate zu ermitteln und die staatliche Förderung in Form von Zulagen und Steuervorteilen voll auszuschöpfen. Bleiben Fragen offen, können Interessenten sich per Chat, E-Mail und Telefon beraten oder eine Empfehlung für einen zertifizierten Honorarberater geben lassen.