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Sonderinformation zur Sachkunde für Immobilienverwalter und -makler

News-Datum: 26.06.2017
Verfasst von: Volker H. Grabis
Thema: [keine Angabe]
Referenz: JURION 2017, 361674

Am 21. Juni 2017 tagte noch der Ausschuss für Wirtschaft und Energie unter der Leitung von Dr. Peter Ramsauer, um den Gesetzesentwurf der Bundesregierung zu überarbeiten. Die Empfehlung des Ausschusses wurde am 22. Juni 2017 im Bundestag kurz vor Mitternacht dann angenommen. Jetzt muss noch der Bundesrat am 7. Juli 2017 dem Gesetz zustimmen und die Branche kann aufatmen. Keine Sachkunde für Verwalter und Makler von Immobilien ist das Ergebnis.

Der § 34c GewO wird künftig Immobilienmakler, Darlehnsvermittler, Bauträger, Baubetreuer und Wohnimmobilienverwalter betreffen.

Die Makler und Verwalter von Immobilien sind damit gesetzlich verpflichtet, sich weiterzubilden. 20 Stunden innerhalb von drei Jahren müssen nachgewiesen werden, das entspricht ca. drei Präsenztagen. Diese Verpflichtung gilt dann auch für unmittelbar mit der erlaubnispflichtigen Tätigkeit mitwirkende Angestellte. Alles Weitere wird noch durch die Rechtsverordnung konkretisiert werden.

Damit hat sich der Gesetzgeber der Argumentation der Branche und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) angeschlossen, dass bis heute keine wesentlichen Vermögenschäden durch die Tätigkeit von Immobilienmaklern und -verwaltern entstanden sind.

Spannend wird es sein, ob es Ausnahmeregelungen oder Befreiungen dieser Verpflichtung geben wird. Die fachliche Weiterbildung ist für jeden Profi eine Selbstverständlichkeit. Heute benötigt ein Verwalter und auch Makler ein Grundverständnis der Rechtsgrundlagen sowie Volks- und betriebswirtschaftliches Grundwissen. Aber auch Steuern oder Marketing sind wichtige Aspekte für eine erfolgreiche Arbeit. Alle wesentlichen Kenntnisse rund um die Immobilie, von der Bewertung über Grundbuch und Bauordnung bis hin zur Bewirtschaftung, all das sollte der Gewerbetreibende auch in der Tiefe beherrschen.

Für Einsteiger, Aufsteiger und "Alte Hasen" kann diese Verpflichtung auch eine große Chance bedeuten. Denn vielleicht ergibt sich durch diese Verpflichtung auch eine Selektion in der Branche. Wichtig wird es sein, seine Qualifikation auch dem Kunden gegenüber zu kommunizieren. Qualität wird sich immer nachhaltig durchsetzen.