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Januar 2016: Langfristige Verträge erfordern Flexibilität

Mit ihrem neuen Produkt Ideal UniversalLife will die IDEAL Versicherung den veränderten Anforderungen der Kunden in einer zunehmend digitalisierten Welt Rechnung tragen. Gleichzeitig soll es für mehr Flexibilität und Transparenz im Versicherungsmarkt sorgen. Im Gespräch mit der Versicherungspraxis24 beschreibt Ramona Paul, Leiterin Produktmanagement, was das Unternehmen sich von dem neuen Angebot verspricht und wie es gestaltet ist.

Frau Paul, auf der letzten DKM haben Sie ihr neues Produkt Ideal UniversalLife vorgestellt – was ist das Neue daran und wie unterscheidet es sich von den klassischen Produkten?

Paul: Die Ideal UniversalLife ist ein völlig neues Produktkonzept im deutschen Versicherungsmarkt. Der Ursprung der Universal Life-Versicherung liegt in den USA, wo sie einen Marktanteil von bis zu 40 % erreicht. Wir denken, auch der deutsche Markt ist bereit für ein solches Produkt, welches maximale Flexibilität hinsichtlich der beim Kunden im Laufe des Lebens aufkommenden Anpassungswünsche und eine größtmögliche Transparenz bietet.

Die Ideal UniversalLife besteht aus einer bezüglich der Beitragszahlung sehr flexiblen Rentenversicherung mit Zuzahlungs- und Entnahmemöglichkeiten bis zum Alter von 80 Jahren, die fakultativ und flexibel durch die Absicherung anderer biometrischer Risiken ergänzt werden kann. Ziel war es außerdem ein Produkt anzubieten, welches den aktuellen Marktgegebenheiten entspricht. Immer mehr Kunden informieren sich auch über ihre Versicherungsprodukte im Internet. Deswegen bietet das Produkt vor allem einen extrem hohen Digitalisierungsgrad. Es ist von der ersten Ansprache der Kunden über den ganzen Prozess hinweg komplett digital. Für manche Vermittler war es zunächst überraschend, dass es kein einziges Druckstück gibt. Für die Ideal Versicherung bedeutet der digitale Prozess natürlich eine Kostensenkung, die sich auch positiv in den Kosten des Produktes niederschlägt.

Wir glauben weiterhin daran, dass Renten- und Biometrieprodukte eine detaillierte Beratung erfordern. Deshalb können sich die Kunden über das Produkt mittels der digitalen Kundenbroschüre auf unserer Website oder alternativen Kanälen wie WhatsApp, Facebook oder Xing informieren, dort jedoch nicht abschließen – wer an dem Produkt interessiert ist, kann Beratung anfordern und so zu seinem Vermittler als persönlichen Ansprechpartner und individuellen Berater gelangen.

Warum machen Sie diesen Bruch? Es wäre doch einfacher, wenn die Kunden dann auch gleich online abschließen könnten?

Paul: Wie gesagt, das Produkt ist beratungsintensiv und für einen Online-Abschluss nicht geeignet. Deshalb arbeiten wir nur mit Vermittlern zusammen, die durch uns zertifiziert wurden.

Woher kommen diese Vermittler und welche Voraussetzungen müssen sie erfüllen?

Paul: Sie müssen vor allem internetaffin sein, das liegt nicht jedem. Die Ideal arbeitet nur mit unabhängigen Partnern zusammen: Vermittler, Vertriebe, Banken sowie Erstversicherer. Namhafte Erstversicherer haben bereits ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit uns auch bei der UniversalLife bekundet. Generell bieten wir die UniversalLife allen Vertriebswegen an.

Wie haben die Vermittler bisher auf das neue Angebot reagiert?

Paul: Das  Produkt ist für Vermittler gedacht, welche die veränderten Marktgegebenheiten mitgestalten möchten und sich auch heute schon aktiv mit den sozialen Netzwerken auseinandersetzen. Diese Vermittler haben zum großen Teil sehr positiv auf unser neues Produkt reagiert und insbesondere die durchgehende Digitalisierung und die Transparenz gelobt. Aber es erfordert natürlich eine andere Art der Beratung, man muss sich wie in jedem anderen Beruf darauf einstellen, dass die Welt sich verändert.

Stichwort Transparenz – was heißt das genau?

Paul: Das ist sozusagen das i-Tüpfelchen des neuen Angebotes. Wir reagieren damit auch auf die Kritik der Verbraucherschützer, dass die Produkte der Versicherungswirtschaft nicht transparent genug seien. Mit der Ideal UniversalLife hat der Kunde den Zugang zu seinem Versicherungskonto. Er sieht alles auf einen Blick und kann die Entwicklung seines Vertrages auf monatlicher Basis ganz einfach selbst nachrechnen, ohne höhere Mathematik studiert zu haben. Er kann mit seinem Vermittler zusammen Veränderungen simulieren wie z.B. die Anpassung der Beiträge, Entnahmen oder Hinzufügen von Komponenten und die Ergebnisse mit ihm digital oder persönlich diskutieren.

Kann der Kunde den Vertrag auch digital unterschreiben?

Paul: Die digitale Unterschrift per Smartphone oder Tablet ist bei der Ideal bei allen Produkten möglich – also auch bei diesem Produkt. Wer aber lieber eine manuelle Unterschrift leisten möchte, kann dies selbstverständlich auch tun.

Sie sagten, dass der Kunde Produkte hinzufügen kann – welche sind das?

Paul: Das sind primär Komponenten, die biometrische Risiken abdecken. Bei der Absicherung von biometrischen Risiken gilt die Ideal als Spezialist im Markt. So kann der Pflegefall als auch der Todesfall abgesichert werden. Ebenso kann für den Fall der Berufsunfähigkeit ein Vertragsschutz vereinbart werden, der die Beitragszahlung für alle Vertragskomponenten sichert. Dabei kann der Kunde zwischen verschiedenen Paketen wählen, die auf seine konkrete Lebenssituation ausgerichtet sind – als junger Mensch kann er sich beispielsweise für eine Starter-Variante entscheiden, die eine sehr günstige Pflegeabsicherung bietet. Er hat dann später die Möglichkeit, ohne erneute Gesundheitsprüfung in den vollen und flexiblen Pflegefallschutz Universal zu wechseln. Bei der Todesfallabsicherung gibt es ebenfalls eine Starter-Variante zu günstigen Beiträgen und mit vereinfachter Gesundheitsprüfung für die junge Generation. Des Weiteren bieten wir den vollumfänglichen Todesfallschutz Universal mit konstanter, steigender oder fallender Versicherungssumme, je nach Bedarf. Für die lebenserfahrenen Kunden bieten wir mit dem Todesfallschutz Nachlass die Absicherung z.B. der Bestattungskosten an.

Wie werden die Vermittler angesichts dieser wechselnden Vertragssummen entlohnt?

Paul: Aufgrund der vielfältigen Veränderungsmöglichkeiten passt sich die Vergütung immer aktuell an den gezahlten Beitrag an. Es gibt also eine laufende Vergütung auf den gezahlten Beitrag und auf den jeweils aktuellen Kontostand. Der Kunde sieht die Vertriebskosten auf seinem Versicherungskonto sehr transparent. Zusätzlich können die Vermittler eine einmalige Kontoeinrichtungsgebühr zu Beginn des Vertrages mit dem Kunden vereinbaren. Des Weiteren steht auch eine provisionsfreie Variante für Honorarberater zur Verfügung.

Welche strategischen Ziele verfolgen Sie mit dem neuen Produkt?

Paul: In einer zunehmend digitalisierten Welt, muss auch die Versicherungswirtschaft entsprechende Antworten geben. Wir haben hier eine digitale Plattform geschaffen, die auch für zukünftige Produktentwicklungen und die Kommunikation zwischen Kunde, Vermittler und Versicherer geeignet ist.

Hierbei wollen wir zeigen, dass sich auch ein mittelständischer Versicherer als Technologietreiber positionieren kann.

Und letztendlich bietet die vollständige Digitalisierung Möglichkeiten der Kostensenkung in allen Bereichen, angefangen von der ersten Kundenansprache über den Papieroutput der Police bis hin zum Schriftwechsel.

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Ramona Paul ,
Leiterin Produktmanagement der IDEAL Versicherung