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08.06.2017

Verkäufer motivieren: Nicht mit mehr Geld!

Je höher die Provision, desto motivierter? Als Alternative zur Lohnerhöhung können sich für Angestellte in Agenturen und Maklerhäusern steuerfreie Sonderleistungen eignen. Mit dieser Arbeitgeberleistung kann der Vermittlerbetrieb seinen Vertrieb gezielt motivieren - und gleichzeitig selbst Geld einsparen.

Kalte Progression führt zu erhitzten Gemütern. So kann man das Erstaunen von Millionen Angestellten zusammenfassen: Die eigentlich stolze Lohnerhöhung fällt am Ende mickrig aus - die Motivation währte nicht lange. Die gute Nachricht einer Gehaltserhöhung kann also in eine Steuererhöhung enden. Dieses Ärgernis beschäftigt selbst die Bundesregierung, die diese Art der Steuerlast bekämpfen will. Eine Entlastung wollte die Große Koalition noch in dieser Legislaturperiode erreichen. So lange brauchen Agentur-Inhaber und Geschäftsführer von Maklerhäuser freilich nicht zu warten. Als Alternative zu einer Lohnerhöhung können sich nämlich sogenannte steuerfreie Arbeitgeberleistungen eignen.

Darunter versteht man zum Beispiel Warengutscheine, auch Benzingutscheine, Weiterbildungen, Bonuspunkte aus Kundenprogrammen, Essensmarken, Kleidung, Vorsorgeuntersuchungen, Beihilfen für Notfälle, Jubiläumsfeiern für Mitarbeiter, Kindergartenbeiträge, Aufwandsentschädigungen, Firmenwagen, Steuerberatung, Umzugskosten, usw. Diese Sonderleistungen können gezielt im Vertrieb eingesetzt werden, um die Motivation zu steigern. Denn die Leistung kommt ohne Umwege direkt beim Arbeitnehmer an. Auch das Maklerhaus profitiert. Die Sonderleistungen sind nämlich bis zu bestimmten Beträgen entweder gänzlich steuerfrei oder sie sind pauschal besteuerbar und sozialversicherungsfrei. Bei einer Lohnerhöhung dagegen muss sowohl der Arbeitnehmer, als auch der Arbeitgeber mit einem Mehr an Steuern rechnen. Darauf weist eine Steuerberatungsgesellschaft hin, die in einem aktuellen Ratgeber die vielfältigen Wege aufgelistet hat, die Abgabenbelastung zu vermeiden oder zumindest freundlicher zu gestalten. Von A wie Altersteilzeit bis Z wie Zukunftssicherung umfasst die kostenfreie Broschüre etwa 50 Stichwörter der steuerfreien Arbeitgeberleistung (siehe Link am Ende).

Die 10 wichtigsten Gründe, warum der Job Spaß macht

Welche Faktoren außer dem Gehalt für eine gute Arbeitsmoral sorgen, wurde auch in der Untersuchung "Arbeitsmotivation" 2014 erkundet. Dafür sind im Auftrag der ManpowerGroup Deutschland 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt worden. Der Top-Motivations-Faktor ist der repräsentativen Studie nach ein gutes Arbeitsverhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten. 77 % der Befragten haben demnach mehr Freude im Job, wenn sie mit Kollegen und Chefs gut klarkommen. Auf Platz zwei folgen mit 67 % flexible Arbeitszeitmodelle, wie Gleitzeit oder ein Arbeitszeitkonto. Und für 45 % ist es wichtig, auch nach Feierabend einen guten Draht zu anderen Mitarbeitern zu haben. Ein wichtiges Signal für alle Chefs: 38 % sind motivierter, wenn das Unternehmen die Gesundheit der Angestellten fördert, etwa durch betriebsärztliche Beratung.

Was viele erstaunen mag: Guter Kaffee ist keiner der Top-10-Motivatoren. Das koffeinhaltige Heißgetränk beeinflusst nur bei 23 Prozent die Arbeitsmoral und liegt damit auf Platz 11. Knapp dahinter liegen moderne Büromöbel (21 %). Mit deutlichem Abstand folgen außerdem die Möglichkeit eines Sabbaticals (14 Prozent), kostenlose "Nervennahrung" wie Schokoriegel und andere Süßigkeiten (11 %) und Aufmerksamkeiten von Kollegen, wie kleine Geschenke oder Mitbringsel (9 %). "Das vielfältige Ranking zeigt, wie unterschiedlich die Bedürfnisse von Mitarbeitern sind", sagt Herwarth Brune, Geschäftsführer der ManpowerGroup Deutschland. "Die gute Nachricht für Chefs ist dabei: Sie können mit überschaubarem Aufwand und kleinen Maßnahmen viel tun, um die Arbeitsmotivation zu fördern. Da der Top-Motivationsfaktor aber ein gutes Verhältnis mit Vorgesetzten und Kollegen ist, sollte ein respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander im Fokus stehen", so Brune.

Die kostenfreie Broschüre "Steuerfreie Arbeitgeberleistungen" erhalten Sie im PDF-Format unter http://goo.gl/Kuw1aL

Dieser Beitrag wurde erstellt von Umar Choudhry.