Aktuelles

31.03.2016

Ex-Vorstand zu ca. 4,6 Mio. EUR Schadenersatz verurteilt

Anschauungsfall D&O Versicherung: Laut einer aktuellen Presseerklärung des Oberlandesgerichts Hamm hat das Gericht ein ehemaliges Vorstandsmitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung zur Zahlung von ca. 4,6 Mio. EUR Schadenersatz an seinen Arbeitgeber verurteilt (OLG Hamm, 17.03.2016 - 27 U 36/15).

Der beklagte Vorstand verletzte laut OLG die Pflichten seines Dienstvertrages schuldhaft, indem er im Jahre 2009 für den Bürobetrieb der Krankenversicherung bedarfswidrig ca. 4000 m² Büro-und Nebenflächen sowie weitere Terrassen-, Archiv- und Lagerflächen im Dortmunder U anmietete. Hierdurch entstand der Krankenversicherung in den Jahren 2011 bis März 2015 ein Mietschaden in genannter Höhe, den der Beklagte nebst zwischenzeitlich noch aufgelaufener Mietzahlungen ersetzen soll.

Hinweis

Grundsätzlich ist eine D&O-Versicherung (Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Unternehmensleiter), die nach Verlautbarungen aus Fachkreisen im vorliegenden Fall für das Unternehmen bestehen soll, für eine derartige Haftungskonstellation (Innenhaftung) zuständig.