Aktuelles

13.10.2015

Ein aussichtsreicher Tipp für die Kundenakquisition

Finanzberater haben gewöhnlich ein Interesse daran, möglichst viele interessante Kunden möglichst dauerhaft an sich zu binden. Problemlösungen mit direktem Kundenvorteil zu bieten, erscheint da eine aussichtsreiche Strategie. Eine solche Problemlösung bietet ein aktuelles Urteil. Es eröffnet Privatleuten in vielen Fällen die Chance zur Rückzahlung von Darlehngebühren.

Erfolgreiche Rückforderung von Darlehngebühren

Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 13. Mai 2014 (BGH, 13.05.2014 - XI ZR 170/13) einem Kreditnehmer, der ein Bearbeitungsentgelt bei einem Kredit in Höhe von 40.000 EUR in Höhe von 1.200 EUR zurückgefordert hat, Recht gegeben. Auch ein weiterer Kläger hat in einem Parallelfall (BGH, 13.05.2014 - XI ZR 405/12) Recht bekommen. Die betroffenen Kreditnehmer seien durch das Bearbeitungsentgelt unangemessen benachteiligt worden.

Viele Kreditnehmer eifern dem nun nach. In einigen hier vorliegenden Fällen haben die betroffenen Banken auf erstes Anschreiben des Kreditnehmers hin die Gebühren natürlich "ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" erstattet. In anderen, gleichfalls dokumentierten Fällen, haben sich die kreditgebenden Banken zunächst geweigert. Die Kreditnehmer wandten sich dann an einen Rechtsanwalt, auf dessen Schreiben hin die Gebühren rückerstattet wurden. In weiteren Fällen wurde die Rückerstattung wegen Ablauf der dreijährigen Verjährungsfrist zunächst verweigert. Aber auch da ist noch nicht das letzte Wort gesprochen, denn ob die dreijährige Verjährungsfrist wirklich schon bei Vertragsabschluss beginnt oder erst, nachdem der betroffene Anleger von der Unrechtmäßigkeit der Gebühr Kenntnis bekommen hat, ist derzeit noch strittig. Die Chancen dafür, dass die kenntnisabhängige Verjährung letztendlich greift, stehen nach Meinung des Rechtsanwalts Felix Fehrenbach (Waldshut und Freiburg) günstig. Er erwartet in den nächsten Monaten eine Klärung dieser Frage durch ein Urteil des Bundesgerichtshofs.

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Was ist zu tun?

Wer seinen Kunden, soweit sie betroffen sind, zur Rückerstattung verhelfen will, sollte sie zunächst informieren. Der Kreditnehmer selbst sollte sich an die finanzierende Bank wenden und um Rückerstattung der Gebühren bitten. Wenn die Antwort der Bank negativ ausfällt, ist der Kontakt zu einem Rechtsanwalt zu empfehlen.

Fazit

Für Finanzberater ist eine einfachere, billigere und wirkungsvollere Form der Werbung mit dem Ziel der Verbesserung der Kundenbindung und der Neuakquisition kaum denkbar.