Aktuelles

25.09.2015

Wohnimmobilienkreditrichtlinie - Aktuelle Informationen!

Im Rahmen seiner Sitzung vom 25.09.2015 hat der Bundesrat den Gesetzentwurf zur Wohnimmobilienkreditrichtlinie diskutiert. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung setzt die europäische Wohnimmobilienkreditrichtlinie in nationales Recht um und soll ein hohes Verbraucherschutzniveau sicherstellen. Wie es in der entsprechenden Meldung heißt, wird die Stellungnahme des Bundesrates nunmehr der Bundesregierung übermittelt. Vermittler von Wohnimmobilienkrediten müssen also weiterhin auf klare Regelungen warten.

Um aber ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen , hat Volker H. Grabis, Autor unserer neuen Broschüre "Die IHK-Sachkundeprüfung für Wohnimmobilienkreditvermittler nach § 34i GewO" und Leiter VHG-Management, gezielte Fragen an das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie - Referat freie Berufe, Gewerberecht - gestellt. Die Antworten wollen wir Ihnen nicht vorenthalten:

  • Nachweise über eine ununterbrochene Tätigkeit sind in Form von Provisionsabrechnungen oder auch geschwärzten Kundenakten zulässig.

  • Die Frage nach dem Umfang der § 34c-Erlaubnis geht auf ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg aus dem Jahr 1997 zurück, in dem dieser entschied, dass bei der Vermittlung eines Darlehns, welches eine Grundschuldabsicherung vorsieht, immer auch der Tatbestand der Immobilienvermittlung gegeben ist. Demnach wird empfohlen, die Erlaubnis nach § 34c GewO auf den Umfang hin zu überprüfen und ggf. um Erlaubnis zur Vermittlung von Immobilien zu erweitern.

  • Die Vermögensschadenhaftpflicht (VSH) wird eine Mindestversicherung iHv. 460.000 EUR für jeden Schadenfall und 750.000 EUR pro Kalenderjahr haben müssen.