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09.03.2015

Mobile Endgeräte: Kleine Helfer bei der Beratung

Tablet-PC, Smartphones und Apps können die Finanzberatung wesentlich bereichern, sind sich viele Experten einig. Anders als klassische Beratungsprogramme zielen sie nicht nur darauf ab, den Kunden zu informieren und etwa eine Vorsorgelösung plausibel zu machen - sie machen auch Spaß! Und da Entscheidungen nicht nur mit dem Kopf gefällt werden, sondern sich auch gut anfühlen sollen, wird hier erhebliches Potenzial erwartet.

Die BHW Bausparkasse bietet Vertriebspartnern - vor allem dem mobilen Vertrieb der Postbank, der Postbank Finanzberatung und weiteren Vertrieben und Maklern - seit 2014 eine Beratungs-App an, die in diesem Jahr breit ausgerollt werden soll. Sie spricht vor allem Verkäufer mit eigenem Tablet-PC an. Die Inhalte für mobile Endgeräte stellt die BHW zur Verfügung, wobei eine speziell für die Fingerbedienung mit Touchscreen geeignete Navigation und Darstellung eingesetzt werden soll. Die Vorteile in der Beratung sind vielfältig: Mobile Endgeräte ermöglichen einen gemeinsamen Blick auf den Bildschirm, sodass Kunden den idealerweise intuitiven Beratungsansatz leichter nachzuvollziehen können. Berater können sich als zeitgemäß und innovativ präsentieren, da für eine Vielzahl von Kunden eine papierhafte Beratung inzwischen negativ wirkt. Zudem kann die Antragsverarbeitung vollkommen digital vorgenommen werden.

Kunde ist nicht nur passiver Zuhörer

Für die Institute der genossenschaftlichen Finanz-Gruppe hat IT-Partner Fiducia AG eine Beratungs-App entwickelt, die von 20 Banken getestet wurde. Der Vorteil: Aufgrund der einfachen und übersichtlichen Gestaltung der App ist der Kunde nicht länger nur passiver Zuhörer, sondern übernimmt einen aktiven Part in der Beratung, zeigte sich Thomas Wackwitz vom Vertriebsmanagement der Pilotbank Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG. überzeugt. Auch komplexe Themen können kundenfreundlich dargestellt und verständlich aufgearbeitet werden. Der Berater profitiert ebenfalls, weil ihm Bankkunden dank der App aufmerksamer und interessierter folgen und die Kunden für weitere Themen sensibilisiert werden, sodass sich leicht Folgetermine ergeben. Spannend ist das Testergebnis, dass sich nicht nur die ganz junge Klientel für Tablet-PC und Apps erwärmte, sondern auch ältere Kunden. Auch große Versicherungsvertriebe wie die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) setzen digitale Endgeräte in der Kundenberatung ein - und das im Fall der DVAG schon seit 2010.

Bewusst für große Monitore entschieden

Es geht aber auch anders, wie das Beispiel Hypo Vereinsbank zeigt. Sie hat sich bewusst für große Monitore in der Kundenberatung ihrer Filialen entschieden, wie ein Sprecher berichtet. Die Ausstattung damit ist Teil einer kompletten Modernisierung aller HVB-Filialen. Bereits vor etwa vier Jahren begann man mit der Zuschaltung von Experten per Video, wenn Kunden Beratungsbedarf hatten, den die Kollegen vor Ort nicht leisten konnten. Da sich die Kunden in der Testphase sehr zufrieden äußerten, verfügt seit 2013 jede Filiale über diese Möglichkeit.