Aktuelles

26.02.2013

Kosten in der privaten Krankenversicherung

Der Rechenschaftsbericht der PKV weist für das Geschäftsjahr 2011 einen Anstieg der Kosten in folgenden Leistungsbereichen auf:

  • bei zahnärztlichen Leistungen um 7,3 %,

  • bei stationärer Versorgung um 6,5 %,

  • bei Heilpraktiker-Leistungen um 5,1 %,

  • bei Heilmitteln um 0,6 %,

  • die Ausgaben pro versicherter Person stiegen um 2,9 % an.

Gleichzeitig konnten die Arzneimittel-Ausgaben aufgrund eines 130 Millionen EUR Rabattsystemes der PKV um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr reduziert werden.

Auch bei den ambulanten Kosten gelangen Einsparungen. Sie sind um 0,9 % gesunken.

Bei den eigenen Ausgaben haben die privaten Krankenversicherer allerdings negative Zahlen zu melden:

  • Die Kosten für die Verwaltung stiegen um 5,5 %. Es wurden damit im Vergleich zum Vorjahr 860 Millionen EUR mehr ausgegeben.

  • Die Verwaltungsaufwendungen betrugen nach BMF-Angaben im Durchschnitt 2,5 % der verdienten Bruttobeiträge.

  • 20 Anbieter wiesen einen Kostenanteil von über 3 % aus.

  • Acht Anbieter wiesen Verwaltungsaufwendungen von unter 2 % auf.

  • Die Abschlussaufwendungen lagen bei durchschnittlich 7,9 % der verdienten Bruttobeiträge.

  • Die Analyse "Die PKV im Jahr 2011" der Zeitschrift für Versicherungswesen und des Autors Arno Surminski ermittelte dabei eine Bandbreite von 1,9 % bis zu 26,6 % bei einzelnen Anbietern.