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25.02.2013

Gesetzliche Unfallversicherung will Unfallkrankenhäuser reduzieren

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) beabsichtigt, die Zahl der sog. Unfallkliniken, in denen schwer- und schwerstverletzte Unfallopfer behandelt werden, von derzeit 700 auf ca. 300 zu reduzieren. Insgesamt existieren zurzeit nach Angaben der Deutschen Krankenhaus-Gesellschaft DKG rund 2.000 Kliniken in Deutschland. Als Zeithorizont wurden fünf Jahre bis Ende 2017 genannt.

Ziel ist die Verbesserung der Behandlungsbedingungen durch eine Verschärfung der Zulassungskriterien und die Konzentration auf eine geringere Zahl von Unfallkliniken, ohne dass es dabei zu einer Gefährdung der Versorgung von Unfallpatienten kommen soll. Zukünftig werden die beteiligten Kliniken neben verschärften Hygienevorschriften mindestens 75 Schwerstverletztenfälle p.a. erreichen und eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung gewährleisten. Es bleibt nach Angaben der DGUV dabei, jeden Unfallpatienten innerhalb von 45 Minuten optimal versorgen zu können. Allerdings gebe es auch jetzt schon Regionen wie das Emsland, Oberschwaben, Bayerischer Wald oder Mecklenburg-Vorpommern, in denen diese Zielvorgaben schwer zu erfüllen seien.

Es wird beabsichtigt die Versorgung Schwerstverletzter auf 60 bis 80 Kliniken mit großen unfallchirurgischen Stationen zu konzentrieren. Weitere ca. 250 Unfallkliniken sollen schwere, aber nicht lebensbedrohliche Unfälle versorgen und weitere 250 die sog. Basisstandards als Unfallkliniken leisten können.

Ziel sei es dabei aber nicht, Behandlungskosten einzusparen, so die DGUV, sondern die Ausgaben für Rehabilitation und Renten zu drosseln. Denn die DGUV übernimmt neben den unfallbedingten Behandlungskosten aufgrund von Unfällen am Arbeitsplatz und auf dem Wege dorthin insbesondere die Kosten für die Rehabilitation und Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess sowie Unfallrenten bei verbleibender Invalidität.