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28.01.2013

Schließfächer: Sachwerte richtig absichern

Der jüngste freche Bankraub, bei dem in Berlin die Schließfächer einer Volksbankfiliale ausgeräumt wurden, macht zweierlei deutlich: Schließfächer sind längst nicht mehr nur Sache von einigen wenigen Reichen. Und: Auch Banken bieten keine hundertprozentige Sicherheit.

Bankschließfächer liegen im Trend: Die Finanzkrise treibt viele Anleger in Sachwerte wie Schmuck, Gold und wertvolle Unterlagen, die wie Bargeld sicher verwahrt werden sollen. Doch nicht einmal Bankschließfächer bieten offenbar eine absolute Sicherheit. Denn der Inhalt von Schließfächern ist meistens nicht automatisch durch den Mietpreis abgesichert. Manche Banken vermieten das Fach inklusive Versicherung, bei anderen können Kunden den Schutz extra dazu buchen oder einen Grundschutz gegen Aufpreis aufstocken. In der Regel umfasst der Versicherungsschutz, den Banken bieten, zwischen 5.000 und 20.000 EUR. Durch eine Hausratversicherung können zusätzlich höhere Summen abgesichert werden, die etwa zwischen 10.000 und 50.000 EUR liegen. Die Zeitschrift "Finanztest" hat den aktuellen Raub zum Anlass genommen und nachgeforscht.

Das Ergebnis: In leistungsstarken Hausrat-Tarifen ist ein Schließfach bei einer Bank häufig mitversichert. In den Versicherungsbedingungen ist das Kundenschließfach dann explizit genannt.

Je nach dem Wert des Schließfachinhaltes kann zudem eine Kundenschließfachversicherung Sinn machen, die für Schäden bis zu 500.000 EUR einspringt. Der zusätzliche Versicherungsschutz ist der Haftung der Bank nachgeordnet, die immer zuerst greift. Ansonsten gilt: Haben Kunden eine spezielle Schließfachversicherung, dann muss der Schaden zuerst dort gemeldet werden. Der Hausratversicherer springt nur ein, wenn sonst kein Versicherungsschutz greift. Günstig: Schließfachpolicen kommen auch für Bargeld auf, das im Schließfach lagert. Banken hingegen lassen nicht immer das Einlagern von Bargeld zu. Ersetzt werden durch die Schließfachpolice Schäden durch Feuer, Einbruchdiebstahl und Raub.

Wichtig ist, dass der Kunden im Schadenfall einen Nachweis über den Inhalt seines Schließfaches erbringen muss. Daher empfiehlt sich dringend eine Dokumentation des Inhalts, etwa in Form von Fotos, Rechnungen oder Expertisen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Elke Pohl.