Aktuelles

  • 15.02.2019

    Recht

    BGH: Umlagefähigkeit einer mitversicherten Mietausfalldeckung

    Haben die Mietvertragsparteien die Umlage der Kosten der Gebäudeversicherung (§ 2 Nr. 13 Betriebskostenvereinbarung) auf den Mieter vereinbart, sind auch die Kosten eines in der Gebäudeversicherung mitversicherten Mietausfalles infolge eines Gebäudeschadens umlagefähig. Das hat der BGH mit Urteil vom 06.06.2018 - VIII ZR 38/17 entschieden.

  • 13.02.2019

    Schadenversicherung

    Wasserschaden und Gebäudeversicherung: Wenn der Sachverhalt nicht zu den Definitionen passt

    Das OLG Hamm hat mit Urteil vom 22.02.2018 - 6 U 57/17 einen zur Gebäudeversicherung angemeldeten Schadenfall entschieden und dabei einige für die Regulierungspraxis grundlegende Aussagen getroffen.

  • 11.02.2019

    Altersvorsorge

    Spitzenverband stellt klar: Auch privat fortgeführte Pensionsfondsversorgungen sind kein Versorgungsbezug

    Die Leistungen aus privat fortgeführten Direktversicherungen und seit letztem Jahr auch aus privat fortgeführte Pensionskassen sind "insoweit" kein Versorgungsbezug, wenn ein Versicherungsnehmerwechsel auf die Arbeitnehmer*in erfolgte und die Beitragszahlungen vollständig von der Arbeitnehmer*in erbracht wurden. Doch wie ist die Verbeitragung bei privat fortgeführten Pensionsfondsversorgungen? Müssen sich Betriebsrentner auch hier erst mühsam ihr Recht vor dem Bundesverfassungsgericht erstreiten?

  • 08.02.2019

    News in eigener Sache

    Festschrift für die "Grande Dame der bAV": Dr. Birgit Uebelhack

    Dr. Birgit Uebelhack, vormals stellvertretende Geschäftsführerin und Justitiarin der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (aba), hat fast vier Jahrzehnte die betriebliche Altersversorgung in Deutschland entscheidend mitgestaltet und mitgeprägt. Sie hat ein fast enzyklopädisch zu nennendes Wissen rund um alle Fragen der betrieblichen Altersversorgung und war über viele Jahre eine gesuchte Gesprächspartnerin. Immer stand bei ihr die Fachlichkeit des Fachverbandes, den sie vorbildlich nach außen wie innen vertrat, im Vordergrund.

  • 08.02.2019

    Recht

    Entzug der Fahrerlaubnis wegen Unfallflucht - Wo liegt die Erheblichkeitsschwelle?

    Die Entziehung der Fahrerlaubnis wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort setzt nach einem Beschluss des Landgerichts Nürnberg-Fürth vom 28.08.2018 - 5 Qs 58/18 voraus, dass ein Sachschaden in Höhe von mindestens 2.500 EUR entstanden ist. Erst ab diesem Betrag soll ein bedeutender Sachschaden im Sinne von § 69 Abs. 2 Nr. 3 Strafgesetzbuch (Entziehung der Fahrerlaubnis) vorliegen.

  • 07.02.2019

    Altersvorsorge

    Gibt Europa mehr Betriebsrente nach Insolvenz des Arbeitgebers?

    Nach deutschem Betriebsrentenrecht ist für die Höhe der insolvenzgesicherten Betriebsrente der Tag der Insolvenz der maßgebende Stichtag. Der Pensions-Sicherungs-Verein tritt für die bis zu diesem Stichtag erworbenen Betriebsrentenansprüche ein. Bei einem Betriebsübergang nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Betriebsveräußerers haftet der Erwerber nur für den Teil der betrieblichen Altersrente, der auf den nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens liegenden Zeiten der Betriebszugehörigkeit beruhe.

  • 06.02.2019

    Schadenversicherung

    Architektenhaftpflichtversicherung - Keine ständige Überwachungspflicht des Architekten

    Das OLG Dresden hat sich mit Urteil vom 25.01.2018 - 10 U 780/17 mit der Reichweite der Pflichten eines objektüberwachenden Architekten auseinandergesetzt. Das Urteil ist auch für Haftpflichtversicherer von Architekten von Interesse.

  • 04.02.2019

    Altersvorsorge

    Überversorgung bei Angestellten? Da wird die Betriebsrente teuer

    Die Rechtsprechung und auch die Finanzverwaltung gehen davon aus, dass bei Betriebsrenten nur dann ein Betriebsausgabenabzug vorliegt, wenn keine sogenannte Überversorgung vorliegt. Eine Überversorgung wird angenommen, wenn die Summe der Alterseinkünfte, also gesetzliche Rente und Betriebsrente, 75 % des Gehaltes (Aktivbezüge) übersteigt. Meist denkt man bei diesem Thema an Gesellschafter-Geschäftsführer und deren nahe Angehörige. Doch auch bei normalen Angestellten kann dies greifen - dann wird es teuer, weil insoweit kein Betriebsausgabenabzug mehr vorliegt. Der Bundesfinanzhof (BFH, 31.07.2018 - VIII R 6/15) hatte nun einen solchen Fall zu entscheiden.

  • 01.02.2019

    Schadenversicherung

    Zur Mehrdeutigkeit einer Frage nach "Vorschäden" in der Betriebshaftpflichtversicherung

    Fragt der Versicherer bei Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung nach Vorschäden, kann ohne weitere Erläuterungen unklar sein, ob darunter auch Ereignisse zu verstehen sind, hinsichtlich der ein Vorversicherer keinerlei Leistungen erbracht, sondern lediglich Rückstellungen gebildet hat. Das hat das OLG Düsseldorf mit Urteil vom 30.05.2017 - I-4 U 41/16 festgestellt.

  • 31.01.2019

    Recht

    Haftung eines Ladenbesitzers - Strenge Sicherheitsstandards bei Publikumsverkehr

    Die Haftung wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht ist für Geschäftsinhaber praxisrelevant und ein guter Grund für den Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung.

  • 24.01.2019

    Finanzen

    Crowd-Investing: Riskante Anlagetypen

    Das fast vollständig ohne Beteiligung von Finanzberatern stattfindende Crowd-Investing gehört zu den risikoreichsten Anlageformen überhaupt. Sein Erfolg ist u.a. auf die Lust breiter Bevölkerungsschichten zurückzuführen, sich von der oft als Bevormundung empfundenen Beratung durch Finanzberater und Banken zu emanzipieren.

  • 23.01.2019

    Recht

    Arzthaftung: Grober Behandlungsfehler - Trotzdem Wegfall der Beweislastumkehr?

    Die mit einem groben ärztlichen Behandlungsfehler verbundene Beweislastumkehr kann entfallen, wenn ein Patient in vorwerfbarer Weise ärztliche Anordnungen oder Empfehlungen missachtet, so eine mögliche Mitursache für den erlittenen Gesundheitsschaden setzt und dazu beiträgt, dass der Verlauf des Behandlungsgeschehens nicht mehr aufgeklärt werden kann. Das hat das OLG Hamm mit einem auch für Haftpflichtversicherer interessanten Urteil vom 02.02.2018 - 26 U 72/17 entschieden.

  • 22.01.2019

    Schadenversicherung

    Kfz-Unfall ohne Fremdschaden - Grenzen der Aufklärungspflicht an der Unfallstelle

    Mangelt es an einem Fremdschaden, entfällt die Leistungspflicht des Vollkaskoversicherers nicht, wenn sich der Versicherte von der Unfallstelle entfernt, ohne der Polizei zuvor Feststellungen zu seiner Person und zur Art der Beteiligung zu ermöglichen. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Ravensburg vom 17.05. 2018 - 1 S 15/18 hervor.

  • 18.01.2019

    Altersvorsorge

    Trouble in Paradise geht weiter: Kanzlei warnt vor verfassungswidrigen Neuberechnungen bei der Versorgung im öffentlichen Dienst

    Die Kanzlei Heckert & Kollegen, Karlsruhe, warnt davor, dass die Neuberechnungen der Startgutschriften im öffentlichen Dienst, die nach der großen Reform der Zusatzrenten (2002) vor den Gerichten erstritten wurde, möglicherweise wieder verfassungswidrig sein könnte. Entscheidend ist, dass rechtzeitig Rechtsmittel eingelegt werde.

  • 16.01.2019

    Unternehmen & Produkte

    Neuer Vorstand bei der Heubeck AG

    Rainald Meyer wird neuer Vorstand der Heubeck AG und verantwortet ab dem 01.07.2019 die Geschäftsbereiche Beratung und Administration. "Wir freuen uns sehr, dass wir mit Rainald Meyer einen ebenso versierten wie erfahrenen Spezialisten für unser Unternehmen gewinnen konnten", erklärt Friedemann Lucius, Vorstandssprecher des auf betriebliche Altersvorsorge spezialisierten Kölner Beratungsunternehmens Heubeck.

  • 16.01.2019

    Altersvorsorge

    Schneller Handlungsbedarf: Mehr Betriebsrenten sollen vom Zahlstellenmeldeverfahren erfasst werden

    Das sogenannte Zahlstellenmeldeverfahren verpflichtet Versicherer, Pensionskassen, Pensionsfonds, Unterstützungskassen sowie Arbeitgeber, die Rentner mit Pensionszusagen haben, diese Versorgungsbezüge den gesetzlichen Krankenkassen zu melden und die Krankenkassenbeiträge direkt einzubehalten und abzuführen.

  • 15.01.2019

    Unternehmen & Produkte

    Britische Lebens­versicherung und Brexit: Die Optionen für Ihre Verträge

    Britische Lebens­versicherer wie Stan­dard Life, Clerical Medical, Friends Provident und Royal London über­tragen wegen des Brexits ihre Verträge mit deutschen Kunden nach Irland oder Luxemburg. Dadurch ändert sich der Insolvenz­schutz der Verträge. Kunden sind verunsichert. Fest steht: Sie sollten jetzt nicht über­stürzt kündigen. test.de klärt auf über die Hintergründe und sagt, was Kunden mit britischen Lebens­versicherungen tun können.

  • 14.01.2019

    Neues aus der Branche

    Erste deutsche Norm für die Finanzdienstleistung

    Ab 18. Januar wird die DIN 77230 zur Basisfinanzanalyse von Privathaushalten verfügbar sein. Finanzberater können künftig Verbrauchern auf Grundlage einer objektiven Finanzanalyse nach DIN 77230 ausschließlich am individuellen Bedarf ausgerichtete Empfehlungen geben. Verbraucher wiederum haben die Sicherheit, dass das Ergebnis einer solchen Analyse immer vergleichbar ist, egal welcher Berater diese vorgenommen hat. Vertreter von Banken, Versicherungen, Finanzberatungsunternehmen, Prozessentwicklern, aus der Wissenschaft und von Verbraucherseite hatten die Norm gemeinsam erarbeitet. Die Norm wird ab 18. Januar auf www.beuth.de erhältlich sein.

  • 11.01.2019

    Vertrieb

    Pflicht zum Jahresendgespräch: Nicht nur eine juristische Frage

    Gerade hat das OLG Hamburg sich im Urteil vom 27.09.2018 - Az.: 1 U 2/18 deutlich festgelegt: Es gibt keine Dauerbetreuungspflicht (Ausnahme Fondspolicen) für Versicherungsmakler und auch keine Pflicht für ein Jahresendgespräch. Das wird Versicherungsmakler und Finanzberater freuen, sollte aber nicht dazu verführen, die Kundenbetreuung aus dem Auge zu verlieren.

  • 10.01.2019

    Altersvorsorge

    Kein Steuer-GAU: Insolvenzverwalter hat keinen Zugriff auf das Kassenvermögen einer Unterstützungskasse

    Viele Unternehmen nutzen Gruppenunterstützungskassen, um für ihre Belegschaft und Führungskräfte einer höherwertige Betriebsrente anzubieten. Die Unterstützungskassen selbst sind regelmäßig von der Körperschaftsteuer befreit. Dafür müssen steuerlich einige Voraussetzungen erfüllt sein. Am wichtigsten ist die sogenannten Zweckbindung des Kassenvermögens. Die Unterstützungskasse darf das Kassenvermögen nur für die satzungsgemäßen Zwecke, d.h. für die Gewährung von Betriebsrenten einsetzen.