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Aktuelles

18.02.2016

Rechnungszins für Pensionszusage: GroKo einigt sich

Die Pensionslasten drücken auf die Handelsbilanz. Der aufgrund der Niedrigzinsphase sinkende Zins, der zur Berechnung von Rückstellungen in den Handelsbilanzen gesetzlich anzusetzen ist ("BilMoG"-Zins), sorgt für dramatisch steigende Lasten und sinkendes Eigenkapital. Daher hatte nach Anläufen im Jahr 2015 die Bundesregierung im Januar 2016 im Rahmen des Gesetzentwurfs der Bundesregierung zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (18/5922, 18/6286) beschlossen, auch eine Neuregelung des Berechnungszeitraums für den BilMoG-Zins auf den Weg zu bringen. Zurzeit wird der Zins noch über sieben Jahre geglättet. Im Entwurf waren zehn Jahre verbunden mit einer Ausschüttungssperre vorgeschlagen worden. Diskutiert und von der Wirtschaft gefordert waren 12 bzw. 15 Jahre. Nach einer Anhörung am 15.02.2016 hat sich nun die Große Koalition auf zehn Jahre festgelegt.

Es bleibt damit bei den vorgeschlagenen Änderungen (Link zur news "Regierung ergreift Initiative zur Absenkung des BilMoG-Zinses):

  • Glättung des Zinssatzes über zehn Jahre für alle Bilanzjahre ab 01.01.2016,

  • Wahlrecht für den neuen Zinssatz für das Bilanzjahr 2015,

  • Ausschüttungssperre für den Differenzbetrag zwischen altem und neuen BilMoG-Zins,

  • Ausweis des Differenzbetrags im Anhang.

Hinweis

Jetzt wird es sehr schnell gehen: Die zweite und dritte Lesung des Bundestages ist für den 18. und 19.02.2016 geplant. Die Bundesratssitzung ist am 26.02.2016. Eine Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt kann, wenn alles glatt läuft, dann Ende Februar/Anfang März erfolgen. Firmen, die diese Regelung noch für den Jahresabschluss 2015 in Anspruch nehmen wollen, sollten ihren Gutachter kontaktieren.