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Versicherer wollen zur Optimierung von Geschäftsprozessen in IT investieren
Versicherungsunternehmen sehen sich im Wettbewerb einem immer höheren Kostendruck ausgesetzt. Um diesem zu begegnen, planen 40 % der Versicherer ihre Geschäftsprozesse weiter zu standardisieren bzw. automatisieren. Hierbei könnte sich allerdings der Bereich der IT als Nadelöhr entpuppen. Dort sind Investitionen erforderlich. Das zeigt die Studie "Branchenkompass Versicherungen Spezialausgabe" von Steria Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut.
Je größer das Versicherungsunternehmen, desto stärker scheinen IT-Beschränkungen nötige Optimierungsvorhaben zu bremsen - bei 83 % der Assekuranzen mit mehr als 2.000 Mitarbeitern ist dies der Fall. Knapp zwei Drittel der für die Studie befragten "großen" Versicherer wollen in Zukunft daher verstärkt in ihre IT-Infrastruktur investieren. Anders sieht es dagegen bei den kleinen Versicherungsgesellschaften aus: Weniger als ein Drittel will Mittel für den Ausbau der Kapazitäten im IT-Bereich bereitzustellen. Generell sind IT-Engpässe jedoch für 58 % der befragten Assekuranzen das Haupthindernis im Bezug auf die Standardisierung ihrer Geschäftsprozesse.
Investitionen in den Ausbau ihrer IT-Abteilungen tätigen laut Steria Mummert derzeit vor allem die Kfz-Versicherer: Zwei von drei Gesellschaften hätten sich bereits für entsprechende Maßnahmen entschieden. Ganz anders sieht es dagegen bei den Krankenversicherern aus: Diese fokussieren sich verstärkt auf die Auslagerung und Zentralisierung ihrer IT.
Abgeleitet wird die IT-Strategie aus den Vorgaben des Geschäftsmodells, wie Dr. Christian Schareck, Bereichsvorstand Insurance bei Steria Mummert Consulting erklärt. Optimierungsmaßnahmen in den Strukturen und Prozessen müssten laut Schareck durch eine flexible und prozessorientierte Architektur unterstützt werden.
Hintergrund dieser Studie ist eine im November 2009 durchgeführte Befragung der forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analyse im Auftrag des Beratungsunternehmens Steria Mummert Consulting und des F.A.Z.-Instituts. Hierzu wurden 100 Führungskräfte der größten deutschen Versicherungsunternehmen zu den Auswirkungen der VVG-Novelle, zur Prozessorientierung und der jeweiligen Geschäftsstrategie interviewt.



