Aktuelles
Maklervertrieb: Nachfrage nach Versicherungsprodukten zieht weiter an
Der ungebundene Maklervertrieb kann in punkto Neugeschäft wieder entspannter in die Zukunft blicken: Wie bereits im dritten Quartal 2009 hat die generelle Nachfrage nach Versicherungsprodukten auch in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres wieder zugelegt - und das sowohl im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft. Damit dürfte die Tatsohle der Wirtschaftskrise in der Versicherungsbranche endgültig durchschritten sein.
Das zeigen die Ergebnisse des aktuellen "Makler-Absatzbarometers" des Marktforschungsinstituts YouGovPsychonomics AG, für das wie gewohnt über 200 hauptberufliche Versicherungs- und Finanzmakler zu ihrer aktuellen sowie prognostizierten Geschäftsentwicklung befragt wurden.
Im Rahmen ihrer Befragung erstellen die Kölner Marktforscher regelmäßig den sogenannten Makler-Absatzindex. Dieser stellt mit einem Wertbereich von minus 100 für stark abnehmend bis plus 100 für stark wachsend einen Indikator für die Nachfrageentwicklung dar. Im Privatkundengeschäft lag der Makler-Absatzindex für das 4. Quartal 2009 mit 12 Indexpunkten deutlich über dem Wert des 3. Quartals (+2) und knapp über dem Niveau des Vergleichszeitraum des Jahres 2008 (+11). Befeuert wurde der Wert dabei besonders von der positiven Nachfrageentwicklung in den Sparten Sach- (hier saisonbedingt das Kfz-Geschäft) und Rechtsschutzversicherung. Abschlussfreudig waren die Kunden auch bzgl. Renten- und privaten Krankenvollversicherungen, wohingegen die Nachfrage nach Finanzprodukten weiter rückläufig ist.
Auch im Firmenkundengeschäft zeigt sich die Nachfrageentwicklung von ihrer positiven Seite. Hier lag der Makler-Absatzindex im 4. Quartal 2009 bei 19 Indexpunkten, was einem Zuwachs von 6 Punkten gegenüber dem Vorquartal bedeutet. Das Niveau des Jahres 2008 wurde allerdings nach wie vor nicht erreicht (4. Quartal 2008: 25 Indexpunkte). Hauptausschlaggebend für den Zuwachs waren im Firmenkundensegment die Sparten Sach- und Haftpflichtversicherung, die in der Nachfrage deutlich angezogen haben.
Nach ihrer Prognose für das Gesamtjahr 2010 befragt, zeigten sich die Versicherungs- und Finanzmakler gegenüber YouGovPsychonomics eher vorsichtig optimistisch: 52 % planen mit zumindest moderaten Umsatzsteigerungen, 13 % der Befragten rechnen dagegen mit Umsatzeinbußen.
Dieser Beitrag wurde erstellt von Christian Krüger.



