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Altersvorsorge: Bundesbürger trotz Finanzkrise wieder zuversichtlicher
Die Bundesbürger blicken einer aktuellen Untersuchung zufolge im Hinblick auf ihre Altersvorsorge wieder zuversichtlicher in die Zukunft. Danach fühlen sie sich zunehmend weniger von der Finanzkrise betroffen als bspw. noch Mitte 2009. Die Bereitschaft zur privaten Zusatzvorsorge ist dagegen weiter rückläufig.
Das zeigen die Ergebnisse der "DIA-Deutschland-Trend-Vorsorge" für das 4. Quartal 2009. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) führt hierzu regelmäßig repräsentative Umfragen unter Erwerbstätigen zwischen 18 und 65 Jahren über ihre Stimmungen und Aktivitäten zum Thema Altersvorsorge durch.
Dabei kam aktuell heraus, dass mittlerweile nur noch 36 % der Befragten negative Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf ihre persönliche Altersvorsorge sehen. Fast zwei Drittel gaben an, dass ihre konkreten Altersvorsorgemaßnahmen keinen Schaden durch die Krise genommen haben - im 3. Quartal 2009 waren das nur 55 %. Die Stimmungslage hellt sich also wieder auf.
Trotz des gestiegenen Sicherheitsgefühls ist die kurzfristige Abschlussbereitschaft für zusätzliche Altersvorsorgemaßnahmen bei den Deutschen derzeit aber rückläufig: Nur noch 19 % der Befragten erklärten, zeitnah entsprechende Investitionen tätigen zu wollen (3. Quartal 2009: 25 %). Insgesamt gab fast jeder zweite Befragte an, keinen finanziellen Spielraum für weitere Altersvorsorgemaßnahmen zu haben.
Im Rahmen der aktuellen Studie wurde auch nach der Meinung der Bundesbürger zur Ankündigung der Bundesregierung gefragt, künftig auf Rentenkürzungen bei der gesetzlichen Rentenversicherung zu verzichten: 56 % der Befragten begrüßen dies ausdrücklich. Gleichzeitig rechnen 80 % aber auch damit, dass Rentenerhöhungen in Zukunft entsprechend geringer ausfallen werden. Die Problematik der Finanzierung des gesetzlichen Rentenversicherungssystems bei einer alternden Gesellschaftsstruktur scheint dem Großteil der Bevölkerung also bewusst zu sein.
Eine Maßnahme, mit der der Staat dieser Problematik entgegenwirken will, ist die stufenweise Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre, die mit Wirkung zum 1. Januar 2008 eingeführt wurde. Diese Anhebung der Regelaltersgrenze stößt jedoch (nach wie vor) auf eine breite Ablehnung in der Bevölkerung. Nach der aktuellen "DIA-Deutschland-Trend-Vorsorge" wird sie von 62 % der Erwerbstätigen abgelehnt, lediglich 12 % halten sie für notwendig. Vorstellen, überhaupt bis zum 67. Lebensjahr zu arbeiten, kann sich übrigens nur jeder fünfte Befragte; knapp jeder Vierte geht davon aus, hierzu gesundheitlich gar nicht in der Lage zu sein.
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Dieser Beitrag wurde erstellt von Christian Krüger.



