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Finanzkrise wirkt sich auf die Bereitschaft zur Altersvorsorge aus
Wie verschiedene Studien zeigen, ist die Bereitschaft, sich konkret mit der privaten Altersvorsorge zu befassen, im letzten Jahr zurückgegangen. Insbesondere junge Menschen wissen zwar, dass sie im Rentenalter mit einem geringeren Einkommen leben müssen, tun aber wenig dagegen. Viele ziehen andere Formen der Vorsorge, wie eine Immobilie, der Riester- oder Rürup-Rente vor.
Als Folge der Finanzmarktkrise ist der Anteil derjenigen, die sich mit den Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge beschäftigen, um 7 %t auf jetzt 68 % im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Insbesondere die 20- bis 29-Jährigen zeigen relativ wenig Interesse - lediglich 60 % beschäftigen sich intensiv mit dem Thema, wie ein Beitrag in der Zeitschrift "Versicherungswirtschaft" (Heft 23/2009, S. 1829) aufzeigt. Grundsätzlich würden zwar auch sie die Notwendigkeit der privaten Vorsorge einsehen, aber bis zur Umsetzung dieser Einsicht sei es ein weiter Weg.
Mit Abstand die bekannteste Form der privaten Altersvorsorge ist dabei die Riester-Rente - rund 90 % der Bundesbürger halten sie für die beste Form, um im Alter ihr Einkommen aufzustocken. Die Rürup-Rente und die betriebliche Altersversorgung folgen mit 19 bzw. 13 % weit abgeschlagen. Konkret haben allerdings erst 41 % derjenigen, die dazu von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für das Altersvorsorge-Barometer von J.P. Morgan Asset Management befragt wurden, einen Riester-Vertrag abgeschlossen. 51 % gaben an, andere Formen der Altersvorsorge zu bevorzugen, knapp 27 % sagten, dass sie nicht die Mittel dazu hätten. 37,7 % können nach eigenen Angaben nichts sparen, 11,3 % gehen davon aus, dass sie durch die staatliche und betriebliche Altersversorgung ausreichend abgesichert sind.
Von denjenigen, die regelmäßig in eine private Altersvorsorge einzahlen, wenden die meisten zwischen 50 und 99 EUR monatlich auf oder zahlen eine Immobilie ab. Am deutlichsten zeigt sich die gesunkene Sparneigung in den neuen Bundesländern, wo sich die Sparquote seit dem letzten Jahr dramatisch reduziert habe. In anderen Bundesländern hielten sich dagegen rezessionsbedingte Rückgänge und verstärktes Sparen aus Sorge um die Zukunft die Waage.
Dieser Beitrag wurde erstellt von Susanne Görsdorf-Kegel.



